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Ibogaine
Arzneimittel-Forschung, 1967, Heft 4, p.483-490
Die Psychische Wirkung von Ibogalin-hydrochlorid
P.B.Schmid
Um die letzte Jahrhundertwende beobachtete Guien bei Initiationsriten
im damals belgischen Kongo die Verwendung der Apocynacee Tabernanthe iboga.
Nach Kauen großer Mengen von Wurzeln dieser Pflanze geriet der Initiant
in einen Erregungs- und Verwirrtheitszustand; seine Äußerungen
wurden für prophetisch gehalten und galten als Beweis der Besessenheit
durch den "Fetisch". Dieser und andere Berichte in der älteren
französischen Literatur erwähnen, dass rohe Extrakte von Tabernanthe
iboga ein Gefühl von Aufregung, Betrunkenheit und Verwirrtheit sowie
möglicherweise Halluzinationen erzeugen. Außerdem war der Genuss
der Droge in kleineren Mengen zur Überwindung von Müdigkeit
unter den Eingeborenen des Kongo weit verbreitet. - 1901 gelang zwei französischen
Forschergruppen fast gleichzeitig die Isolierung eines kristallinen Alkaloids
aus der Wurzel von Tabernanthe Iboga, das als Ibogain bzw. Ibogin bezeichnet
wurde. Mehrere pharmakologische Unersuchungen aus dem gleichen Jahr erwiesen
einen ungewöhnlichen excitatorischen Effekt auf verschiedene Versuchstiere.
1905 wurde die Substanz von Pouchet u. Chevalier klinisch geprüft
und als Stimulans in der Rekonvaleszenz und bei Neurasthenie empfohlen.
Aus unbekannten Gründen geriet sie dann für drei Jahrzehnte
in Vergessenheit, bis kurz vor dem zweiten Weltkrieg Rothlin u. Raymond-Hamet
wieder darauf aufmerksam wurden und Versuche an isolierten Geweben durch
führten. 1944 erschien eine gründliche Studie von Delourme-Houde,
in welcher neben Botanik, Chemie und der damals bekannten Pharmakologie
die Resultate eigener Untersuchungen über die cardiovasculären
Wirkungen der Droge dargestellt wurden ( nach Schneider u. Sigg [1]).
In den letzten Jahren konnten aus verschiedenen anderen Apocynaceen, die
wie Tabernanthe ebenfalls dem Subtribus "Tabernaemontaninae angehören
(Tabernaemontana, Voacanga, Stemmadenia, Ervatamia, Gabunea und Conopharyngia),
zahlreiche dem Ibogain chemisch und pharmakologisch verwandte Indol-Alkaloide
isoliert werden. Zetler [2] gab eine Übersicht über bereits
durchgeführte Prüfungen des am längsten bekannten Ibogain
sowie von Tabernanthin, Voacangin und Vobasin und berichtete über
eigene vergleichende Untersuchungen teils mit natürlichen Substanzen,
teils mit daraus partialsynthetisch hergestellten Abwandlungsprodukten.
Als charakteristische Eigenschaften dieser Alkaloide fand er "eine
Stimulierung des Zentralnervensystems, die nicht Amphetamin-ähnlich
ist und sich bei sieben Alkaloiden als grober Tremor und bei fünf
Alkaloiden als Reserpin-Antagonismus äußert, sowie Bradykardie
erzeugende und blutdrucksenkende Wirkungen, die resistent gegen Atropin
sind". Die stärksten Effekte wies das Alkaloid Ibogalin auf.
Ibogalin ist ein Derivat des zur Gruppe der Isochinuclidin-Alkaloide gehörenden
Ibogamins (s. Abb.1).Substanzen mit diesem Ringsystem wurden in der Natur
bisher vorwiegend als Inhaltsstoffe von Apocynaceen des Subtribus Tabernaemontaninae
gefunden [3]. Ibogalin enthälte4 als Radikale R1 und R2 je eine 0CH3-Gruppe
und als R3 ein H.Schon bevor es aus Tabernanthe iboga isoliert werden
konnte [4], gehlang seine partialsynthetische Herstellung (Reuner-Prins.Stoll
1959) aus einem Alkaloid der conopharyngia durissima Stapf, einer in Westafrika
verbreiteten Apocynacee.
Abbildung 1: Strukturformel der Isochinuclidin-Alkaloide
Die freie Base löst sich nicht in Wasser, dagegen in verdünnten
Säuren. Das kristalline Hydrochlorid löst sich in Wasser bei
Zimmertemperatur zu 1-2%. Die Toxizität ist gering: Bei peroraler
Verabreichung beträgt die LD 50 bei Mäusen 225mg/kg. Bei Ratten
375mg/kg. Eine tägliche Verabreichung von 50mg/kg per os während
vier Wochen wurde von Ratten gut vertragen.
Die Wirkung auf das Zentralnervensystem im Tierversuch bestand bei niedrigen
Dosen in einer Stimulierung (Zunahme der Motilität bei der Maus),
höhere Dosen führten bei der Maus zu katatonieformen Zuständen.
Die Beeinflussung der medikamentös erzeugten Katatonie-artigen Hemmung
der Motilität war unterschiedlich: synergistisch mit Bulbocapnin
und Chlorprothixen, antagonistisch gegen Prochlorperazin und Reserpin.
Bei toxischen Dosen traten Erregungszustände mit Sprungkrämpfen
, starkem Tremor, Schwanzschlagen, Laufbewegungen in Seitenlage bis zu
klonisch-tonischen Krämpfen, Straub'sches Schwanzphänomen und
Atemstillstand auf. Die Verabreichung von Ibogalin zusammen mit Rigidyl
führte zu iactio capitis. Eine ähnliche Wirkung sieht man bei
Kombination von Rigidyl mit Substanzen, von denen ein Halluzinogener Effekt
beim Menschen bekannt ist. Am cardiovasculären System kam es durch
Ibogalin zu einer Bradycardie, Sensibilisierung der Adrenalinwirkung und
leichten Blutdrucksenkung. Die Veränderungen des Blutdrucks narkotisierter
Katzen durch elektrische Stimulation des Sympathicus und des Parasympathicus
wurden nicht charakteristisch beeinflusst, wie auch die Wirkungen auf
andere vegetative Funktionen im Tierversuch nicht besonders ausgeprägt
waren (Theobald [5]).
Die angeführten Berichte über die kultische Verwendung der Droge
und einige Ergebnisse der pharmakologischen Prüfungen erinnerten
auffallend an die Wirksubstanzen mittelamerikanischer Zauberdrogen, deren
Erforschung von ähnlichen volkskundlichen Beobachtungen ausgegangen
war ( Hofmann u. Cerletti [6], und ließen vermuten, es könnte
sich auch bei den Apocynaceen -Alkaloiden um Phantastien, d.h. Modellpsychosen
erzeugende Körper handeln.
Leugner [7] definiert als experimentelle Psychosen -psychopathologische
Zustände, die durch künstliche Intoxikation erzeugt werden und
analog aus der Klinik und Sypmptomatologie der großen Psychosen
bekannt sind...Inder Regel handelt es sich u toxische Rauschzustände,
beervorgerufen durch Drogen wie Haschisch, Meskalin, Cocain, Hyoscyamin
u.a., die auf Grund bisher unbekannter physiologisch-chemischer Einwirkungen
auf den Hirnstoffwechsel Störungen des Denkens, der Wahrnehmung und
Veränderungen der Stimmung und der Affektivität hervorrufen."
"Erwägungen über die nosologische Gruppierung...führten
zu ihrer Eingliederung in die körperlich begründbaren Psychosen.
Kurt Schneiders bzw. die exogenen Reaktionstypen Bonhoeffers". Das
Interesse der Forschung richtet sich vor allem auf die genannte Analogie
zu psychotischen Krankheitsbildern, die damit in gewissem Umfang im Modell
untersucht werden können. Heimann [8] hebt "in diesem Zusammenhang
das Vorkommen von Halluzinationen und Illusionen, einer Denkstörung
von der Art der Inkohärenz und Störung des Ich-Erlebens bei
relativer Bewusstseinsklarheit" hervor.
Wir setzten uns zum Ziel, das anscheinend interessanteste der in Betracht
kommenden isolierten Alkaloide beim Menschen auf sein psychische, insbesondere
psychotogenen Wirksamkeit zu untersuchen.
Methodik
Entsprechend der dargelegten Fragestellung wählten wir für unsere
Untersuchung eine Methodik, die bei der Prüfung von Phantastica con
Heimann [8,9,10, 11] entwickelt worden ist, die Grundkonzeption dieses
Verfahrens ist darauf ausgerichtet, die eintretenden Veränderungen
auf den drei Ebenen, auf welchen psychisches Geschehen der Beobachtung
zugänglich ist... im Ausdrucksverhalten , im subjektiven Erleben
und in den elementaren psychischen Leistungen-, in ihrem zeitlichen Ablauf
möglichst genau zu erfassen. Dies geschieht mittels standardisierter
Methoden, die einen Vergleich der Ergebnisse der Unersuchungen an verschiedenen
Wirksubstanzen gestatten.
Versuchsperson und Versuchleiter befanden sich in einem geschlossenen
Raum mit konstanter künstlicher Beleuchtung. Jeder Versuch dauerte
4h. Vor der Einnahme der Droge, dann in Abständen von je 43 min,
wurden in stets derselben Reihenfolge die einzelnen Untersuchungen angestellt.
Die Ausdruckserscheinungen, wurden mittels einer Ronfilmkamera aufgenommen,
die der Versuchsperson frontal gegenüber versteckt angebracht war
und die der Versuchsleiter von seinem Pult aus fernsteuerte. Die Angaben
über das subjektive Erleben wurden auf Tonband festgehalten. Der
Versuchsleiter stellte nur neutrale Fragen nach dem Befinden, um eine
suggestive Verfälschung der Darstellung zu vermeiden. Ergänzend
verlangten wir am Tag nach dem Versuch von den Probanden einen schriftlichen
Bericht über anfällige Spätwirkungen. Die Bestimmung der
intellektuellen Leistungsfähigkeit erfolgte durch fünf klinisch
und experimentell bewährte Tests:
1. Konzentrationstest nach Meili
2. Visuell-motorischer Konzentrationstest nach Rey
3. Aufzählen von Wörtern mit bestimmtem Anfangsbuchstaben (Prüfung
der Wortbereitschaft).
4. Zahlennachsprechen vorwärts und rückwärts ( nach Wechslor)
zur Erfassung der mnestischen Leistung und der Fähigkeit zur Umstrukturierung
von Zahlenreihen.
5. Reizreaktionsversuch (Überforderung und Erholung ) am Determinationsgerät
nach Mierke.
Zur Prüfung der Feinmotorik ließen wir zudem einen kurzen
Text abschreiben. Schließlich kontrollierten wir Puls, Blutdruck
und Pupillenweite.
Zur Auswertung wurden die Tonfilme mehrmals hintereinander betrachtet.
Zunächst strebten wir dabei ein unreflektiertes Erfassen des Gesamteindrucks
an, dann wurden einzelne Ausdruckskriterien ( Bewegtheit, Spannung, Haltung
in Gestik und Mimik, Lautstärke, Dynamik, Melodik und Tempo der Sprechstimme)
durch den zeitlich gerafften Versuchablauf verfolgt. Die Angaben der Erlebnisschilderung
wurden - in Anlehnung an Leuner [7] - in eine Symptomstatistik (Abb.2)
eingeordnet und die gefundenen Unterschiede mit nicht-parametrischen Methoden
auf ihre statistische Signifikanz hin geprüft. Der Übersichtlichkeit
wegen wurden die Symptome dabei nicht einzeln, sondern in den skizzierten
Gruppen bearbeitet. - Auch die Ergebnisse der Leistungstests wurden mittels
statistischer Methoden untereinander und mit den an unbehandelten Probanden
gewonnenen Erwartungswerten (unter Berücksichtigung des Übungszuwachses
bei gleichen Versuchsbedingungen ) verglichen.
Abbildung2:Symptomstatistik (modifiziert nach Lenner [7].
Vegetative Symptome: Völlegefühl
Übelkeit
Brechreiz
Erbrechen
Schwindel
Druchgefühl im Kopf
Kopfschmerz
Hitze-Kältegefühl
Augenbrennen
Veränderungen der Affektivität Wohlige Gelöstheit
Gehobene Stimmung
Euphorie
Dysphorie
Gespanntheit
Apathie, Gleichgültigkeit
Optische Phänomene Flimmern vor den Augen
Nachbilder
Halo-Phänomene
Elementare Halluzinationen
Übrige zentralnervöse Symptome Ataxie
Müdigkeit
Schläfrigkeit
Allgemeine Schweregefühl
Zerstreutheit
Gefühl der Benommenheit
Gefühl der Losgelöstheit
Schlafstörungen nach dem Versuch
Die Unersuchung wurde und insgesamt 18 Sitzungen an 12 freiwilligen gesunden
Versuchspersonen vorgenommen, von denen 9 männlichen , 3 weiblichen
Geschlechts waren. Das Alter der Probanden lag zwischen 22 und 33 Jahren:
beruflich handelte es sich um fünf Ärzte, eine Medizinstudentin,
zwei Lehrer, einen Psychologen, eine Beschäftigungstherapeutin, einen
Beuchdrucker und einen Architekten, in 14 Sitzungen verabreichten wir
Ibogalin-Hydrochlorid in steigender Dosierung von 10 vis 103 mg bzw. 0.1-1,2mg/kg
per os. Von einer weiteren Steigerung der Dosis wurde mit Rücksicht
auf subjektiv sehr unangenehme Erscheinungen, die bei Gaben über
1.0mg/kg fast regelmäßig auftraten, abgesehen. - Für die
Auswertung erwies sich die Einteilung der Versuche in zwei Gruppen - "niedrige"
und "hohe" Dosierungen - als zweckmäßig. Die Grenze
zwischen den beiden Bereichen setzten wir bei 0,53 mg/kg fest. Maßgeblich
für diese Wahl war das gehäufte Auftreten von optischen Erscheinungen
bei Verabreichung von mehr als 0,5 mg/kg. Die unterschiedliche zahlenmäßige
Stärke der Gruppierungen (6 bzw. 8 Versuchspersonen) wurde bei der
Auswertung berücksichtigt.
Im Bestreben, substanzgebundene und durch versuchsfremde Faktoren bedingte
Effekte möglichst sicher unterscheiden zu können, ergänzten
wir die Serie der Hauptversuche durch eine kleine Gruppe von Placebo-Experimenten.
Vier Probanden, bei welchen unter Einwirkung der Prüfsubstanz besonders
intensive subjektive Veränderungen aufgetreten waren, erhielten in
einer späteren Sitzung gleich aussehende Kapseln mit inaktivem Inhalt
unter der Suggestion, zur Kontrolle der Ergebnisse des ersten Versuchs
werde ihnen nochmals dieselbe Substanz in gleicher Dosierung gegeben.
Ergebnisse:
a)Ausdrucksphänomenologie:
Bei niedrigen und mittleren Dosierungen fanden sich keine Veränderungen
des Ausdrucksverhaltens. Erst die höchsten der verwendeten Dosen
führten zu einer gewissen Verminderung der Dynamik und zur Erschlaffung
von Haltung und Mimik. Die Sprechstimme wurde leiser und undeutlicher,
und es ließ sich eine allgemeine Verlangsamung feststellen. In einem
Versuch wirkte die Probandin leicht benommen. Die stärksten Erscheinungen
fanden wir bei derjenigen Versuchsperson, welche die größte
Substanzmenge (1,2 mg/kg) erhalten hatte und unter starken vegetativen
Einwirkungen (Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen) litt.
b)Erlebnisberichte, Symptomstatistik:
Die erhobenen Befunde können am besten an Hand graphischer Darstellungen
besprochen werden.
Abb.3 gibt einen Überblick über die erhaltenen Angaben, aufgeteilt
nach Symptomgruppen und Dosierung, ohne Berücksichtigung der zeitlichen
Verhältnisse. Es fällt auf, dass bei Veränderungen der
Affektivität im Gegensatz zu den übrigen Kategorien kein wesentlicher
Unterschied zwischen der Wirksamkeit niedriger und hoher Dosierungen besteht.
Abb.4 stellt die beobachteten Erscheinungen des subjektiven Erlebens in
ihrem zeitlichen Ablauf, ohne Unterscheidung zwischen den beiden Dosierungsgruppen,
dar. Bemerkenswert ist hier vor allem die Differenz zwischen dem Verhalten
der optischen Phänomene einerseits, die während der ganzen Versuchsdauer
und darüber hinaus kontinuierlich zunehmen, und den vegetativen,
affektiven und übrigen zentralnervösen Symptomen andererseits,
welche Maxima in den beiden ersten Stunden nach Applikation des Alkaloids
aufweisen.
Abb.3 :Übersicht über die Symptomgruppen in Abhängigkeit
von der Dosierung
Abb.4: Übersicht über daszeitliche Auftreten der Symptomgruppen
Die Abb. 5-8 sind Diagramme der Verläufe der einzelnen Symptomgruppen
als Funktion von Dosierung und Zeit.
Vegetative Symptome (Abb.5)
Abb.5-8:Kleine Dosen:------- ; Große Dosen: -.-.-.-.-.-.
analog in den folgenden Abbildungen
IN allen Zeitquerschnitten findet sich eine deutlich häufigere Ausprägung
der Erscheinungen bei hoher gegenüber niedriger Dosierung, woraus
auf eine von der verabreichten Substanzmenge abhängige Wirksamkeit
geschlossen werden kann. Der Unterschied ist für das Total der ganzen
Versuchsdauer hoch signifikant (p-Niveau unter 1%). Das Maximum in den
ersten 90 min und der nachfolgende Rückgang der Erscheinungen sind
statistisch nicht gesichert.
Im einzelnen dominierten hier Schwindel, Druchgefühl im Kopf, Kopfschmerzen
und Temperatursensationen. Nausea und Erbrechen waren seltener, jedoch
bei den höchsten verwendeten Dosierungen sehr stark ausgeprägt.
Veränderungen der Affektivität (Abb.6)
In der graphischen Darstellung findet sich ein interessantes und scheinbar
paradoxes Phänomen, indem in den drei mittleren Zeitquerschnitten
die Symptome bei niedriger gegenüber denen bei hoher Dosierung überwiegen.
Die Erscheinung konnte aber statistisch nicht gesichert werden. Hingegen
ist die Verlaufskurve der niedrig dosierten Versuche mit starkem Überwiegen
der angegebenen Veränderungen in der Mitte der betrachteten Zeitspanne
gegenüber Anfang und Ende signifikant (p-Niveau unter 1%).
Der Schwerpunkt der Beeinflussungen lag im Bereich von neutral bis positiv
und angenehm empfundener Gleichgültigkeit, Apathie und wohliger Gelöstheit.
Ausgeprägte Modifikationen in Richtung auf euphorische oder dysphorische
Verstimmungen traten dagegen zurück.
Optische Phänomene (Abb.7)
Auf Grund der 50%-Hypothese lasst sich mit sehr guter Signifikanz (p-Niveau
unter 1%) die Wirkdifferenz zwischen hoher und niedriger Dosierung und
damit der kausale Zusammenhang zwischen Droge und Symptom belegen. Der
Anstieg der Kurve mit fortschreitender Zeit kann durch Vergleich der beiden
ersten Phasen mit den folgenden auf einem p-Niveau von 0,05 gesichert
werden.
Veränderungen der optische Wahrnehmung wurden von fünf Versuchspersonen
erlebt. Am häufigsten waren bewegte elementare Halluzinationen(Schneegestöber,
bewegtes Spiel von Lichtflecken und Schatten an Wänden und Decke
des Raumes) und Flimmererscheinungen. Zwei Versuchspersonen gaben außerdem
Halo-Phänomene ( Betonung der Konturen der betrachteten Gegenstände
durch einen leuchtenden Rand) und positive Nachbilder (Weiterbestehen
des Sinneseindruckes bei geschlossenen Augen) an.- Bedeutungsvolle szenische
Ausgestaltungen der Wahrnehmungstäuschungen fehlten.
Übrige zentralnerznervöse Symptome (Abb.8)
Der Unterschied zwischen den beiden Dosierungsbereichen kann auch im Querschnitt
der stärksten Ausprägung ( nach 180min) nicht genügend
gesichert werden. Der Vergleich der beiden Summen über die Gesamtzeit
des Versuchs ergibt dagegen eine Sicherung der Differenz mit einem p-Niveau
von 0,05, und der Verlauf mit dem ausgesprochenen Maximum in den mittleren
drei Phasen ist signifikant ( berechnet für die hohen Dosierungen).
Hier herrschten die Erscheinungen der Sedation (Müdigkeit, Schläfrigkeit,
Schweregefühl) vor. Im subjektiven Gefühl der Zerstreutheit
spiegelte sich das in den Tests objektiv festgestellte Nachlassen der
konzetrativen Leistung. Drei Probanden gaben Einschlafstörungen in
der auf den Versuch folgenden Nacht an, die in zwei Fällen von lebhaften
optischen Sinnestäuschungen begleitet waren, in zwei der höchstdosierten
Versuche trat Ataxie, einmal verbunden mit Tremor und Dysdiadochokinese
, als Ausdruck der Intoxikation auf.
Zusammenfassend zeigt die Auswertung der Selbstberichte, dass die geprüfte
Substanz in verschiedenen Bereichen des subjektiven Erlebens dosisabhängige
Veränderungen hervorruft. Die vegetativen und weniger sicher auch
die unspezifischen Einwirkungen auf die Befindlichkeit nahmen mit steigender
Dosierung zu, während diese Relation auf der Ebene der Affektivität
ausblieb und sich sogar ins Gegenteil - größere Wirksamkeit
geringerer Dosen - umzukehren schien. Vegetative, affektive und unspezifische
Beeinträchtigungen wiesen eine Verlaufskurve mit (allerdings nicht
überall signifikantem) Maximum 90 - 120 min nach Einnahme der Droge
auf. Demgegenüber stellten sich die an hohe Dosierungen gebundenen
Veränderungen der optischen Wahrnehmung erst später ein.
c) Leistungstests
Die Ergebnisse der Leistungstests sind ebenfalls statistisch und graphisch
bearbeitet worden (Abb.9 bis 11). Dabei wurden die drei Gruppen Placebo,
hohe und niedrige Dosierungen miteinander verglichen.
Abb.9:Konzentrationstest nach Meili ( Verminderung des Übungszuwachses
in Abhängigkeit von der Dosierung
Konzentrationstest nach Meili (Abb.9)
Heimann [12] hat an einer unbehandelten Kontrollgruppe von 100 gesunden
Probanden unter gleichen äußeren Versuchsbedingungen den Effekt
der Übung auf die Gesamtzeit des Tests untersucht und dabei festgestellt,
"dass die Werte der Wiederholungen in einem bestimmten Verhältnis
zu Anfangswert stehen, so dass von einem gegebenen Anfangswert eine Voraussage
der vier folgenden Wiederholungen möglich ist ( positiver Lernzuwachs)".
Abb. 9 zeigt die Abweichungen der in unserer Untersuchung erhaltenen Werte
von den errechneten Erwartungswerten (graphisch: Null-Linie). Das Ansteigen
der Kurven der beiden Hauptgruppen mit fortschreitender Zeit bedeutet,
dass die festgestellten Testresultate hinter dem zu erwartenden Übungszuwachs
immer mehr zurückbleiben. Dieses Verhalten entspricht einer progressiven
Beeinträchtigung der konzentrativen Leistung durch die Prüfsubstanz.
Dass die Beeinträchtigung bei höheren Dosen stärker ausfällt
als bei niedrigen, leuchtet zwar ein, lässt sich jedoch auf Grund
unseres Materials statistisch nicht genügend absichern. Hingegen
ist der Unterschied zwischen den Ergebnissen beider Substanzgruppen (einzeln
und summiert) gegenüber der Placebo-Gruppe signifikant.
Abb.10:Rey-Test. Mittelwerte in sec.
Rey-Test (Abb.10)
Die Placebo-Gruppe repräsentiert ungefähr das normale Verhalten
mit einer successiven Verringerung der zur Lösung der Aufgabe benötigten
Zeit (Übungszuwachs). Bei den niedrig und noch stärker bei den
hoch dosierten Versuchen bleibt diese Beschleunigung aus. Die auf den
ersten Blick imponierende Streuung der Anfangswerte konnte statistisch
als zufällig bestimmt werden. Signifikant sind dagegen die Differenzen
zwischen Placebo und hohen Dosen (1 0/00) und zwischen Placebo und niedrigen
Dosen (2%), berechnet auf Grund der Summen der Werte in den Querschnitten
135 und 180 min.
Abb.11:Wörter nit N (Mittelwerte)
Wörter mit N (Abb.11)
Dieser Test zeigt einen deutlichen Übungszuwachs bei den Placebo-Versuchen,
gegenüber dem die beiden anderen Gruppen zurückbleiben, wobei
die Beeinträchtigung wiederum bei den höheren Dosierungen ausgeprägt
zu sein scheint. Die statistische Überprüfung liefert eine weitgehende
Scherung dieser Befunde: Die Differenz Placebo gegne Summe hohe plus biedrige
Dosierungen ist mit 5%, diejenige hohe Dosen gegen niedrige plus Placebo
mit 2% sinifikant. Hingegen lassen sich die Unterschiede zwischen den
einzelnen Kurven, jede für sich genommen, nicht genügend absichern.
Die übrigen Tests (Zahlennachsprachen, Reizreaktionsversuch am Determinationsgerät,
Schriftprobe) ergaben keine Beeinträchtigung der mit ihnen untersuchten
Funktionen. Die Messung von Puls und Blutdruck lieferte keine außerhalb
der zufälligen Streuung liegenden Befunde, und die klinische Prüfung
der Pupillenweite ergab in allen Versuchen unveränderte Verhältnisse.
Zusammenfassend kommt in den psychologisch -experimentellen Leistungsprüfungen
eine während der Versuchsdauer kontinuierlich zunehmende Beeinträchtigung
der Konzentrationsfähigkeit (Meili, Rey) zum Ausdruck, die bei höheren
Dosen stärker ausgeprägt erscheint. Deutlich gestört wurde
auch die Wortbereitschaft, wogegen eine Beeinflussung der Merkleistung
(Zahlennachsprechen) nicht nachweisbar war.
d) Placebo-Versuche
Zwei Probanden gaben überhaupt keine Veränderung des Befindens
an, die beiden anderen dieselben Erscheinungen wie beim Hauptversuch,
jedoch in weniger starker Ausprägung und während weniger langer
Zeitdauer. Zwei Versuchspersonen äußerten spontan die Vermutung,
an Stelle des Agens sei ihnen diesmal eine neutrale Substanz verabreicht
worden.- Veränderungen des Ausdruckverhaltens waren nicht feststellbar.
Die Ergebnisse der Leistungstests ( vgl. Abb.9-11) lagen im Bereich der
Streuung der unbehandelten Norm und unterschieden sich signifikant von
den unter Substanzwirkung erhaltenen Werten.- Die von denselben Versuchspersonen
im Hauptversuch angegebenen subjektiven Erscheinungen waren somit substanzbedingt
und nicht Placebo-Effekte.
Diskussion
Eine Durchsicht der referierten Ergebnisse lässt erkennen, dass die
durch die untersuchte Substanz hervorgerufenen psychischen Veränderungen
entgegen unseren anfänglichen Erwartungen nie Ausgestaltungen erreichten,
die mit modellpsychotischen Zustandsbildern verglichen werden konnten.
Insbesonders fehlten die unter Phantastica beobachteten charakteristischen
phasenhaften Modifikationen der Grundverfassung, die sich im subjektiven
Erleben und in den Ausdrucksveränderungen manifestieren (Heimann
[8]). Eine Beeinflussung der psychischen Aktivität fand aber sichtlich
statt.
Bemerkenswert erscheinen uns vor allem zwei Feststellungen, die sich aus
der quantitativen Betrachtung des zeitlichen Ablaufs der Substanzwirkung
ergeben. Erstens einmal verhielten sich die beobachteten Erscheinungen
hinsichtlich ihres zeitlichen Auftretens unterschiedlich. Die Auswirkungen
auf die elementaren intellektuellen Funktionen nahmen während der
ganzen Beobachtungsdauer progredient zu, und die Störungen der optischen
Wahrnehmung erreichten ihre stärkste Ausprägung gar erst nachher.
Demgegenüber hatten die vegetative, affektiven und übrigen zentralnervösen
Symptome ihre Maxima innerhalb der ersten 2 h nach Einnahme der Droge
und waren bei Versuchende schon deutlich im Abklingen begriffen. Ob sich
daraus auf eine pathogenetische Zusammengehörigkeit bestimmter Symptomgruppen
bzw. der ihnen zugrunde liegenden Vorgänge schließen lässt,
ob beispielsweise das Auftreten der optischen Phänomene an eine Beeinträchtigung
der psychischen Leistung gebunden ist, kann hier nicht entschieden werden.
Mit Sicherheit handelt es sich aber bei den gefundenen Erscheinungen nicht
um Veränderungen eines einheitlichen Ganzen das den chemischen "Reiz"
der Droge auf verschiedenen Ebenen gleichsinnig und in einheitlichem Rhythmus
beantwortet.
Eine zweite Eigentümlichkeit , auf die bereits bei der Darstellung
der Ergebnisse hingewiesen wurde, zeigt sich bei den subjektiven Veränderungen
im Bereich der Affektivität. Im Gegensatz zum statistisch gesicherten
Verhalten der anderen Symptomkategorien waren hier nämlich die Veränderungen
bei niedrigen und hohen Dosierungen praktisch gleich stark ausgeprägt,
ja in den mittleren Bereichen der Versuchsdauer fanden wir sogar mehr
Angaben bei niedrigen als bei hohen Dosen, was wir allerdings statistisch
nicht erhärten konnten. Wir erklären und diese unerwartete Erscheinung
damit, dass die relativ diskreten affektiven Veränderungen bei höheren
Dosierungen durch die massiveren, als stärker beeinträchtigend
empfundenen vegetativen Sensationen ( die umgekehrt bei niedrigen Dosierungen
nur schwach ausgeprägt waren) wenige beachtet und damit auch seltener
angegeben wurden (auf eine gezielte Exploration haben wir ja aus methodischen
Erwägungen verzichtet). Eine Bestätigung unserer Auffassung
erblicken wir darin, dass im ersten Untersuchungsquerschnitt und nach
Abschluss des Versuchs, also dann, wenn sich die anderen subjektiven Symptome
schon bzw. wieder schwächer manifestierten, die Angaben über
Veränderungen der Affektivität erwartungsgemäß bei
Versuchen mit hohen Dosierungen häufiger waren als bei solchen mit
niedrigen.
Für eine allfällige praktische Verwendung der Substanz ergibt
sich die Konsequenz, dass zur Beeinflussung der Affektivität niedrige
Dosierungen gewählt werden müssen (unter 0,6mg/kg).
Abgesehen von diesen Besonderheiten des Wirkungsablaufs kann der psychische
Effekt von Ibogalin-Hydrochlorid zusammenfassend als wenig charakteristischer
Intoxikationszustand bezeichnet werden , der in den Rahmen des akut exogenen
Reaktionstyps (Bonhoeffer) gehört. An produktiven Symptomen konnten
einzig elementare Störungen der optischen Wahrnehmung festgestellt
werden, die erst bei hohen, das Allgemeinbefinden stark beeinträchtigenden
Dosierungen auftraten. Die Beeinflussung des Ausdrucksverhaltens war gering,
im subjektiven Erleben überwogen die Erscheinungen einer unspezifischen
Sedierung und vegetative Sensationen. Die für die Modellpsychosen
charakteristischen tiefgreifenden Wandlungen von Erleben und Ausdrucksverhalten
(Modifikationen des Verhältnisses zwischen Person und Situation,
wie sie Heimann [8] beim Psilocybin als "Faszination" und "Versunkenheit"
beschrieben hat) fehlten gänzlich. Einige Ähnlichkeit besteht
zur Wirkung der mexikanischen Zauberdroge Ololiuqui, bei der - unter de
Bedingungen des psychologischen Labors - ebenfalls unspezifische Intoxikationserscheinungen
(Apathie, Verlangsamung, eintöniges subjektives Erleben, progrediente
Abnahme der Konzentrationsleistung, dazu dösige Bewusstseinstrübung)
vorherrschen und bei welcher die den Modellpsychosen eigenen Modifizierung
von Erleben und Ausdruck auch nicht festgestellt werden konnte [11]. Gemeinsam
mit der Wirkung von Ololiuqui ist auch die Beeinträchtigung der Wortbereitschaft,
die jedoch bei Untersuchungen mit Psilocybin (Heimann [8]) ebenfalls festgestellt
wurde. Versuche mit Antidepressiva und Neuroleptica an gesunden Probanden
zeigten dagegen keine solche Erschwerung der Wortbereitschaft. Es scheint,
dass diese Veränderungen der psychischen Leistung für Intoxikationen
charakteristisch ist, die zum akut exogenen Reaktionstyp (Bonhoeffer)gehören.
Die Resultate unserer Untersuchung weichen somit beträchtlich ab
von den Erwartungen , die sich auf Grund der volkskundlichen Berichte
aus Afrika sowie aus den tierexperimentellen Befunden ergeben hatten.
Insbesondere fanden wir an Stelle der bei diesen Forschungen übereinstimmend
geschilderten Stimulierung eine ausgeprägte Sedierung, und es traten
keine modellpsychotischen Zustandsbilder im engeren Sinne auf. Diese Diskrepanz
zwischen den Effekten im psychologischen Labor und denjenigen bei der
Verwendung zu kultischen Zwecken - ein Problem, das sich übrigens
auch beim genannten Ololiuqui stellt - läßt unseres Erachtens
zwei Erklärungsmöglichkeiten zu. Entweder enthalten die von
den Eingeborenen verwendeten Pflanzenteile außer den isolierten
und untersuchten Alkaloiden noch andere psychisch wirksame Substanzen,
oder aber die Ausgestaltung des Wirkungsbildes wird wesentlich mitbestimmt
durch die Situation, in der die Einnahme der Droge erfolgt. Für die
zweite Hypothese sprechen Beobachtungen von Leuner [7], der bei seinen
Experimenten mit Phantastieis feststellte, dass situative Einflüsse,
wie beispielsweise die Einstellung des Probanden zum Versuchsleiter sowie
banale Störungen des Versuchsablaufs ( Eintritt einer Drittperson
in den Versuchsraum , Wechsel des Zimmers während der Sitzung) das
Ausbleiben bzw. Verschwinden der Symptomatik bewirken können.
Zusammenfassung
In 14 Versuchen wurde 12 gesunden Probanden das Indol-Alkaloid Ibogalin
aus Tabernanthe Iboga in steigenden Dosen verabreicht. Mittels einer bei
der Prüfung von psychotogenen Substanzen entwickelten Methodik wurden
die auftretenden Veränderungen des Ausdrucksverhaltens, des subjektiven
Erlebens und der intellektuellen Leistungsfähigkeit in ihrem zeitlichen
Ablauf untersucht. Die beobachteten Wirkungen entsprachen einem Intoxikationszustand
ohne erhebliche produktive Symptomatik mit milder Sedierung. Tiefergreifende
Umgestaltungen der Grundverfassung wie bei echten Modellpsychosen blieben
entgegen den Erwartungen auf Grund ethnologischer und pharmakologischer
Untersuchungen aus. In diesem Zusammenhang wird die Frage diskutiert,
weshalb die unter Laborbedingungen beobachtete Wirkung von derjenigen
bei kultischer Verwendung stark abweicht.- Zur Erfassung allfälliger
Placebo-Effekte wurde eine kleine Gruppe von Leerversuchen durchgeführt.
Literatur
[1] Schneider, J.A. und Sigg, E.B., Ann.N.Y. Acad.Sci.66,765 (1937)
[2] Zetler, G,, Arzneim.-Forschung. (Brug Res.) 14, 1277 (1964)
[3] Renner, R., Prins, D.A. u. Stoll, W.G., Helv. Chim.Acta XLII, Fase
V, 1372 (1939)
[4] Neuss, N., J. org. Chem. 24. 2047 (1939)
[5] Theobald, W., Persönliche Mitteilung
[6] Hofmann, A. u. Cerletti, A., Dtsch. Med. Wschr. 86, 883 (1961)
[7] Lenner, H., Die experimentelle Psychose, Springer, Berlin 1962
[8] Heimann, H., Pscyint. Neurol. 141, 69 (1961)
[9] Heimann, H., Akt. Fragen d.Psychiat.Neurol. 1, 293 (1964)
[10] Heimann, H., Neuro-Pschopharmacology 4, 131 (1965)
[11] Heimann, H., Neuro-Psychopharmacology 4, 474 (1965)
[12] Heimann, H., Psychopharmacologia 8, 79 - 90 (1965)
Anschr.d.Verf.: Dr.P.B.Schmid, Psychiatrische Poliklinik der Universität
Bern (Schweiz)
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Ibogaine in der akuten Sucht-Behandlung
Ibogain: Pharmakokinetik, Sicherheit, Effizienz
Afrikanische Heilpflanzen
Die Psychische Wirkung von Ibogalin-hydrochlorid
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