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Ibogaine
Kapitel aus dem Buch:
"Afrikanische Heilpflanzen"
von Neuringer
Tabernanthe Iboga
Baillon
Tabernanthe iboga ist eine der benerkenswertesten Pflanzen Zentralafrikas.
Mitte des19. Jahrhunderts berichteten Forschungsreisende aus Gabun von
einer Pflanzenwurzel "iboga" , die bei den einheimischen Kriegern
und Jägern in hohem Ansehen als Wachhalte-und Kräftigungsmittel
stand. GRIFFON DU BELLAY brachte erstmals eine Probe der Pflanze (Kap
Lopez) nach Frankreich und notierte auf dem Herbarproben-Etikett:"Aphrodisiaquehypnofugue".
AUBRY-LECOMPTE fügtre der Probe etwas detaillierte Angaben hinzu:
"un poison, nommé iboga qui n'est toxique qu'à hautes
doses et l'état frais. Pris en petites quantités, il est
apfrodisiaque et stimulant du système nerveux. Les guérriers
et les chausseurs en font grand usage pour se tenir éveillés
dans les afféts de la nuit ; le principe actif réside dans
la racine qu'on mache comme la cola."[1]
1888 wurde die Pflanze aus Süd-Kamerun mit denselben Verwendungen
gemeldet. J. BAILLON [2] als Tabernanthe, SCHUMANN als Iboga; die Priorität
kam BAILLON zu. Die Iboga-Wurzel ist das wichtigste afrikanische Halluzinogen
und die einzige bis jetzt bekannte Apocynaceae, die als Rauschmittel Verwendung
findet. Die Wurzel bzw. Wurzelrinde (Geraspel oder Mazerat) wird heute
hauptsächlich in Äquatorial Guinea und Gabun, aber auch in Süd-Kamerun,
im West-Teil der VR-Kono und westlichen Zaire von Geheimbünden und
messianisch-prophetischen Sekten für magisch-religiöse Zwecke
verwendet und bei Initiantionsritualen und Heilungen eingesetzt. Bei den
Einheimischen steht sie im Ansehen einer wahren "Götterpflanze",
die Heilung aber auch Tod bringen kann.
Am bekanntesten ist die Bwiti-Sekte [4] bei den Fang in Gabun, Äquatorial-Guinea
(Rio Muni) und Süd-Kamerun und die Ombudi-Iititiationsgesellschaft
bei den Mitsogo in Gabun [5]. Beim Bwiti-Kult handelt es sich um einen
modernen Schutzkult gegen Hexern und eine Vereinigung von Heilern, die
mit Hilfe von iboga den Menschen ein neues Leben möglich machen wollen.
Die Sekte verspricht auch körperliche Heilungen mit iboga, was ihr
viel Zulauf bringt.
Die mit der Einnahme der Droge verbundenen komplizierten Zeremonien sind
von Ort zu Ort verschieden. Unter der magischen Wirkung der göttlichen
Droge iboga können die Anhänger des Bwiti mit den Ahnen und
der Geisterwelt durch direkte Vision in Verbindung treten und prophetische
Aussagen machen. "Propheten " des Bwiti versuchten Mitte der
60er Jahre den französischen Staatspräsidenten DE GAULLE zu
bewegen ihrer Sekte den Rang einer nationalen Religion zuzuerkennen. Mitglieder
des Bwiti-Kultes heißen Iboga-Esser (ndzi-eboka).
Wie so oft, gibt es auch hier extremem Abarten, in erster Linie ist die
aggressive iboga-Sekte "neues Leben" zu nennen ,deren Oberhaupt
PHILOMENO im Küstengebiet von Äquatorial-Guinea im Busch bei
Bata residiert. Seine Sekte ist eine Vereinigung von Heilern, die mit
Hilfe von iboga den Menschen "die Türen des Himmels zum Reich
der Toten öffnet und heilt, wo die Seele verletzt ist". Vor
der "Erleuchtung war PHILOMENO Fernfahrer. Allein in Gabun, Region
Libreville (bei Owendo), sind in der letzten Zeit im Namen des Oberhauptes
mindestens 7 Menschen von dieser Sekte geopfert worden, wie die lokale
Polizei bestätigte. Verschiedene Innereien der Erwürgten wurden
dabei von den Sektenpriestern bei den Ritualen gegessen oder für
die Fetischbereitung verwendet.
Obwohl ¾ der Bewohner des Urwald-Landes Äquatorial-Guinea
tagsüber Christen sind, nehmen viele nachts an schwarzen Messen teil,
schlagen das Zeichen des Kreuzes und essen iboga. Die Droge löst
ihre Ängste, gibt seelischen Trost und vermittelt Botschaften der
Ahnen und Geister. I. tabernanthe wird auf versteckten Plätzen kultiviert,
besonders reichlich im Landesinnern, z.B. in der Region Evinayong (Varietät
mit eiförmigen Früchten und großen Blättern, siehe
unter "Botanik").
Die Droge wird auf 2 Arten eingenommen: in mäßiger Dosierung
vor und während des ersten Teils der Zeremonie und in geringerer
Menge nach Mitternacht. Die schließlich, z.B. bei Initiationsfesten,
in Überdosis eingenommene Droge soll "den Kopf aufbrechen"
und so durch körperlichen Zusammenbruch bis zum Koma-ähnlichen
Zustand und Halluzinationen die Verbindung mit den Ahnen im Land der Toten
herstellen. Manchmal führt eine Überdosis zum Tod. Mitunter
werden noch andere Pflanzen zu den Iboga-Kulten mitherangezogen, um bestimmte
Wirkungen zu verstärken, z.B. Eaeophorbia drupifera, eine Gottesurteils-und
Pfeilgift-Pflanze. Man träufelt mit einer Feder etwas Latex ins Auge,
angeblich löst er über den Sehnerv Halluzinazionen aus [6].
Auf die halluzinogenen Wirkung wurde man erst 1903 aufmerksam: Der Franzose
GUIEN hatte das Glück, einer Initiation einer Fetischguppe in West-Zaire
beiwohnen zu können. Er beschrieb die Wirkungen, die ein Initiand
nach Kauen großer Wruzelmengen erfuhr: "Bald streckten sich
alle seine Sehnen auf ungewöhnliche Weise. Ein epileptischer Irrsinn
befällt ihn, der Mund des Bewußtlosen formt Worte, die , wenn
sie von Eingeweihten vernommen werden, prophetische Bedeutung haben."
Botanik
Strauch von 1-2 m Höhe oder kleiner Baum bis 5 m Höhe mit reichlich
Milchsaft. Die Wurzel ist am Kopf des Wurzelsystems verdickt
(2-10cm Durchmesser), von ihr gehen zahlreiche Wurzeläste aus,
die bis zu 80 cm Länge erreichen können. In frischem Zustand
sind
sie gelblich-braun, getrocknet grau. IN Gabu unterscheiden die
Einheimischen zwischen zwei Varietäten: eine mit schmalen, verlängerten
Früchten und eine mit eiförmigen Früchten und großen
Blättern.
Namen
Gabun: iboga, eboka, leboka, dibuga, dibugi, iboa, abua, libuka, obuete,
boga, eboge
Äquatorial-Guinea: iboga
VR Kongo: liboko, meboa
ZAR: gbana, mondo
Zaire:inkomi, elahu, pandu, ikuke,bugensongo, inaolo, inado ,lopundja,
inkomi, isoangola, botola, lofondja
Jagdgift
Der botaniche Sammler MALCHAIR fand den Latex als Pfeilgift-Zusatz im
Gebiet von Coquilhatville in West-Zaire. "Le suc de cette plante
serait ajoute à celui du Strophanthus pour préparer de poison
des flèches. " Ähnliche Herbarvermerke stammen von DE
WANKEL, LAURENT und STANER für die Gebiete Eala, Imese, Bomboma in
West-Zaire, Region Mbandaka. Der Rinden-Latex wird dem Saft von Strophantus
oder Parquetina nigrescens beigefügt.
Volksmedizin
Die Einheimischen preisen die Wurzeln als hervorragendes Aphrodisiakum.
Ansonsten ist die medizinische Verwendung gering. IN der VR Kongo setzen
die Vili und Yoombe das Palmwein-Mazerat auch zur Beruhigung von Husten
ein.
In Gabun gelten die Wurzeln als stark anregendes Mittel, Wachhaltemittel,
Aphrodisiakum, Kraft und Ausdauer förderndes Mittel, Zahn-Anästhetikum
und Anti-Fiebermittel.
In der ZAR dient das Wasser, in dem die Wurzeln zerdrückt werden,
als Augenmedizin. Fetischeure der Aka-Pygmäen am Lobaye setzen die
Pflanze als Halluzinogen ein.
Magie
In der ZAR gibt man sterilen Frauen das Wurzel-Dekokt zu trinken. Man
schließt sie in eine Hütte ein; unter Tanzen , Singen und Tam-Tam
erwartet man die halluzinogene Wirkung der Droge. Die Frau krümmt
und windet sich , in Offenbarungen erfährt sie den Grund ihrer Unfruchtbarkeit.
Gbaya-Jäger trinken vom Wruzel-Dekokt um mit dem Ahnen in Kommunikation
treten zu können: sie sollen ihnen sagen, wo sich jagdbares Wild
befindet.
Chemie
Wurzeln: Die chemische Bearbeitung der Pflanze begann 1901. DYBOWSKI/LANDRIN[7]
UND HALLER/HECKEL[8] berichteten gleichzeitig über die Isolierugn
des kristallisierten, fast wasser-unlöslichen, physiologisch aktiven
Hauptalkaloids der Wurzeln (Gabun): erstere nannten es Ibogain (Wurzeln;6-10g/kg),
letztere Ibogin (Wurzelrinde, Zweigrinde, Blätter). Daneben isolierten
HALLER und HECKEL ein zweites, amorphes Hauptalkaloid vom S.P. 206-7°
C.
Nach langer Pause bis 1944 befaßte sich schließlich DELURME-HOUDE
[9] mit der Pflanze. Er zeigte, daß Ibogain und Ibogin identisch
sind. Es gelang ihm, ein weiteres, in Wasser fast unlösliches Hauptalkaloid
aus den Wurzeln zu extrahieren, das er Tabernanthin nannte. Es ist wahrscheinlich
identisch mit dem amorphen Alkaloid von HALLER und HECKEL [8]. DELORME-HOUDE
ermittelte auch anhand zahlreicher Proben unterschiedlicher Herkunft den
Gesamtalkaloidgehalt der Pflanzenteile:
Wurzeln:
VR Kongo: 2,63%
Gabun(Mayumbe): 1,1%
Gabun (Fernan Daz): 1,33%
Wurzelrinde:
Gabun, VR Kongo: 5-6%
Zweigrinde:
Gabun, VR Kongo:1,96%
Zweige:
Gabun:0,26%
Blätter:
VR Kongo:0,35%
Früchte:
Gabun, Perikarp glatt: 0,33%
Gabun, Perikarp warzig: 0,45%
Samen:
Gabun: 1,08%
BURCKHARDT, GOUTAREL et al.[10] gelang es 1952 beim Chromatographieren
des rohen Alkaloidgemisches und des Ibogain-Rückstandes ein weiteres
Alkaloid zu identifizieren: Ibogamin. IM folgenden Jahr donnten SCHLITTLER
et al [11] ein Isomer von Ibgoain, das Alloibogain fassen.
GOUTAREL et al. [12] bestätigten 1953 die bereits bekannten Stoffe
und identifizieren ein neues Alkaloid: Ibolutein. 1958 gelang ihnen die
Isolierung von Iboxygain [13].
Der Arbeitskreis W.I.TAYLOR [14] berichtete 1958 über 12 Iboga-Alkaloide
aus einer Wurzel-Probe: neben vier bereits bekannten Iboga-Stoffen -Ibogain,
Ibogamin, Tabernanthin und Ibolutein- als neue Inhaltsstoffe: Voacangin,
Gabunin, Kisantin, Kimvulin sowie Desmethoxyibolutein, Ibogainhydroyindolenin,
Ibogamin-hydroxyindolenin und Iboquin.
Die vier letztgenannten sind wahrscheinlich durch die leichte Autooxidation
der Mutteralkaloide während des Isolationsprozesses entstanden und
liegen nicht der Pflanze vor. Kimvulin ist möglicherweise identisch
mit Iboxygain. [13].
NEUXX[15] vermochte 1959 ein weiteres Nebenalkaloid aus der Wurzelrinde
zu isolieren, das den Namen Ibogalin erhielt.
Samen
GOUTAREL et al.[16] konnten 1974 aus Samenproben die bereits aus anderen
Pflanzen bekannten Indol-Alkaloide Coronaridin und Voaphyllin als Hauptbasen
isolieren.
Blätter
Der Arbeitskreis GOUTAREL [17] konnte drei INdolalkaloide aus Blätterproben
(Gabun) extrahieren und identifizieren: das bereits bekannte Ibogamin
sowie die beiden neuen Ibophyllin und Iboxyphyllin. Die drei Alkaloide
traten in beiden Varietäten der Pflanze auf.
Pharmakilogie:
DELORME-HOUDE [9] zeigte, daß die verschiedenen Teile der Pflanze
im selben Sinne wirken, lediglich die Samen produzieren etwas speziellere
Effekte. Rohe Totalalkaloide und kristallisierte Alkaloide wirken qualitativ
identisch. Verantwortlich für die meisten pharmakologischen Effekte
ist das weit vorherrschende Ibogain. Es entfaltet hauptsächlich Aktivitäten
auf das ZNS und das kardiovaskuläre System. Eine lokale anästhesierende
Wirkung wurde ebenfalls beobachtet. Die strukturell Ibogain ähnlichen
Alkaloide haben analoge Wirkungen.
Eine ausführliche Zusammenfassung mit Literaturhinweisen gaben 1977
GAIGNAULT und DELOURME-HOUDE [18]; wir beschränken und hier auf die
wichtigsten Befunde.
oCholinesterase-Hemmung
Ibgoain ist ein potenter Hemmstoff der Cholinesterase. VIMCENT et al.
[19, 20] fanden darüber hinaus, daß der Wurzel-Extrakt selbst
in sehr großer Verdünnung (entsprechend eineigen Milligramm
Wurzelpulver in 50 ml Wasser) etwa 100 mal stärker hemmend wirkt
als reines Ibogain. Die Hemmaktivität liegt mit 10-6 - 10-7 in der
Größenordnugn von Physostigmin, dem stärksten bekannten
Cholinesterasehemmstoff (siehe Physostigma venenosum). Die höhere
Hemmwirkung des Extraktes wird der zusätzlichen Hemmwirkung von Tabernanthin,
Ibogamin und Ibolutein zugeschrieben.
oZentrale Stimulation
Die zentralen Aktivitäten äußern sich in erster Linie
in einer starken Stimulation, die nicht Amphetamin-ähnlich ist. Sie
zeigen sich in grobem Tremor du Antagonismus gegen Reserpin.Toxische Dosen
produzieren manchmal Krämpfe, jedoch fast immer Lähmunge und
schließlich Tod durch Atmungsstillstand bei weiter schlagendem Herzen.
Der interessanteste Effekt von Ibogain ist seine Fähigkeit, Halluzinazionen
zu erzeugen. Die unangenehmsten Symptome sind eine "unheimliche Grundstimmung"
mit extremen Angstgefühlen und Wut, ohne echte Halluzinazionen [21,22].
Die halluzinogene Dosis liegt jedoch wesentlich über der stimulierenden
Dosis. Der Effekt wird einer Potensierung der Serotonin-Wirkung zugeschrieben.
Eine aphrodisiakische Wirksamkeit konnten GERSOHN und LANG [21] in Hunden,
Katzen und Schafen nicht nachweisen.
Nach SCHNEIDER und McARTHUR [23] hat Ibogain keinen signifikanten analgetischen
Effekt in Dosen bis 40mg/kg Maus s.c. In Kombination mit Morphin erfolgt
Potenzierung des Morphin-Effekts von 50-100% (bei 3mg/kg Morphin); die
Wirkung wird seiner Cholinesterase-Aktion zugeschrieben.
oKardiovaskuläre Wirkung
Ibogain wirkt auf das Säugetierherz negativ inotrop und chronotrop.
Bei anästhesierten Tieren senkt es den Blutdruck, bei wachen führt
es zu langdauernder Druckerhöhung (Atropin-fest). Es verringert die
Amplitude und Frequenz der Atemwege.
ZETLER [24] untersuchte vergleichend einige Aktivitäten von Ibogain,
Ibogamin, Tabernanthin, Ibogalin, Iboxygain. Alle verursachjen in toxischen
Dosen Ataxie, Roll- und Springanfälle, klonisch-tonische Krämpfe,
zunächst stark gesteigerte Atmung, dann Dyspnoe. Insbesondere Iboxygain
führt zu einer starken Verlangsamung der Atmung. Meist kommt es jedoch
schon innerhalb von Sekunden nach i.v.-Zufuhr zum Exitus.
Ibogalin und Tabernanthin sind die stärksten Tremor-erzeugenden und
Ibogalin und Iboxygain die stärksten Bradykardie-erzeugenden Stoffe.
Bei Iboxygain führt der Tremor bis zu psychomotorischen Anfällen
(bizarre Körperhaltungen). In Kombination mit Rigidyl verursachen
sie Jactatio capitis, eine besondere Form des Tremors.
Die Reserpin-Katalepsie wird von Ibogain, Ibogamin, Tabernanthin und Ibogalin
antagonistisch beeinflußt; Iboxygain zeigt keinen Reserpin-Antagonismus.
Alle senken den Blutdruck der narkotisierten Katze und vermindern die
Herzfrequenz, am wirksamsten Ibogalin und Iboxygain; die Wirkungen sind
resistent gegen Atropin und Vagotomie. Geht man von den wirksamen Dosen
aus, ist Ibogalin das aktivste der 5 Alkaloide [25].
Relative Stärken verschiedener Pharmakologischer Aktivitäten
von sieben Indolalkaloiden aus Tabernanthe iboga nach ZETLER [24] Laufaktivitt
Katalepsie Tremor Jaktation
(Rigidyl) Reserpin-
Antagonismus Blutdruck
(Katze) Herzfrequenz
(Katze)
Ibogain 0 0 ++ +++ + - -
Ibogamin 0 0 ++ ++ ++ - -
Tabernanthin 0 + +++ +++ ++ - -
Ibogalin + + +++ +++ +++ -- ---
Iboxygain + 0 + + 0 -- --
Coronaridin + + 0 0 0 - 0
Voacangin + ++ 0 0 0 - -
Toxicologie
Der wäßrig-alkoholische Wurzel-Extrakt ist für Meerschweinchen
i.p. tödlich mit einer LD50 =85mg/kg entsprechent 5,5 g Wurzeln/kg;
mit den Totalalkaloiden beträgt die LD50=75mg/kg [9].
Von anderer Seite wurde mit den Totalalkaloiden eine LD 50 = 350mg/kg
Maus und 352 mg/kg Ratte oral ermittelt [25].
Toxizität und Tremor-Aktivität verschiedener Iboga-Alkaloide
bei Mäusen nach ZETLER [24]. Toxizität LD50 mg/kg i.v. Tremor
ED50 mg/kg s.c.
Tabernanthin 38 1,4 40 Minuten
Ibogain 42 10,2 40 Minuten
Iboxygain 42 35 90 Minuten
Ibogalin 46 3,1 65 Minuten
Ibogamin 9,2 50 Minuten
Ibogain
LD50 = 82 mg/kg Meerschweinchen i.p. (DELOURME-HOUDE)
LD50 = 82 mg/kg Kaninchen s.c. (PARIS und VAIREL)
LD50 = 27 mg/kg Maus s.c. (PARIS und VAIREL)
MLD = 75 mg/kg Meerschweinchen s.c. (LAMBERT)
Weder ein 1% Wurzel-Extrakt noch Ibogain (1:500) veränderten die
Chronaxie des Nervs, dagegen erniedrigten sie die Chronaxie des Muskels.
Bei Fröschen produzierten 35 mg/kg Ibogain Lähmung, bei Kaninchen
4-5 mg/kg Lähmung des Hinterteils und Head-drop [26].
Voacangin
LD50 = 55 mg/kg Maus i.v.
LD100 = 348 mg/kg Maus i.v. (SULFAT)
[1] Aubry-Lecompte Arcgh. De Med. Navale 2, 264-5 (1864). Catalogue des
produits des colonies francaises, Exposition de Paris 1867, 208
[2] J. Baillon Sur l'obonete du Gabon. Bull. mens. Soc. Linn'enne de Paris
1, 782-3 (1889)
[3] J. Braun Botanischer Bericht über die Flora von Kamerun. Deutsches
Kolonialblatt, Mitteilungen aus den deutschen Schutzgebieten 2, 172, (1889)
[4] J. Binet. O. Gollnhofer, R. Sillans Textes religieux du Bwiti-Fang
et de ses confreries prophetiques dans leurs cadres rituels.
[5] O. Gollnhofer, R.Sillans. Phenomenologie de la possesion chez les
Mitsogho. Psychopathologie Africaine 10, 187, 209 (1974).
[6] R.E. Schultes, A. Hofmann Pflanzen der Götter. Hallwag, Bern
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sa composition et sur l'alcaloide nouveau qu'il renferme. C.r. 133. 748-50
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[8] A.Haller, e. Heckel Sur l'ibogaine, principe actif d'une plante du
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Bn) These Duct. Univ. Pharm. Paris 1944 Ann. Pharm Franc. 4 30-6 (1946)
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[12] R. Goutarel, MM. Janot L'ibolutein, nouvel alcaloide extrati de l'iboga.
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CII. Deux nouveaux types d'alcaloides indoliques, l'ibogphyllie derive
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[18] J.C. Gaignault, J. Delourme -Houde Les alcaloides de l'iboga (Tabernanthe
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[19] D. Vincent, I.Sero Action inhibitrice de Tabernanthe iboga sur la
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[23] J.A.Schneider, M.Mc Arthur Potentiation action of Ibogaine (Bogadin
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[24] G. Ztler Einige pharmakologische Eigenschaften von 12 natürlichen
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Ibogaine in der akuten Sucht-Behandlung
Ibogain: Pharmakokinetik, Sicherheit, Effizienz
Afrikanische Heilpflanzen
Die Psychische Wirkung von Ibogalin-hydrochlorid
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